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Cabernet Sauvignon 'Staglin Family Vineyard'
Der Staglin Family Vineyard ist eine Legende im Napa Valley. Großer Rutherford Bench-Cabernet, wie er typischer Napa nicht sein kann.
2005 ist ein famoses Cabernet-Jahr, allerdings geprägt vom Klimawandel, der sich in sehr hohem Alkohol bermerkbar macht. Entsprechend massiv, komplex und dicht gestrickt kommt der Wein auf die Zunge. Ein Muskelprotz, der vor Potenz und Angriffslust nur so strotzt. Mächtig und konzentriert kommt seine dunkle, fast schwarze Farbe ins Glas und sein intensives Bukett evaporiert schwarzen und grünen Tee, den Reiz reifer Pflaumen und schwarzer Kirschen, schwarze Oliven, Zedernholz, Tabak, Graphit, Gestein und reifen Beeren.
"Staglin" ist eine Liga für sich, eine Ausnahmeerscheinung im Napa Valley. Vinifiziert von der Mannschaft von 'Harlan Estate' gibt er sich entsprechend mächtig und dick in der Konsistenz, tiefgründig und intensiv in Frucht und Würze und in seinem druckvoll samtigen Mundgefühl räckeln sich cremig weiche Gerbstoffe in dichter Packung und langem Finish. Wir trennen uns von Weingut und Wein, weil uns die Stilistik zu mächtig und übertrieben erscheint, die Zeit solcher Weine ist vorbei. Trotzdem wirkt der Jahrgang 2005 elegant und seidig und er macht richtig Spaß, gibt es doch viel zu riechen und zu schmecken, doch es ist ein richtiger Bär von Wein, den niederzuringen man alleine kaum schafft! Ein mächtiger, prachtvoller Rutherford Bench-Cabernet aus zertifiziert biologischem Anbau, dessen wuchtige Substanz Potential für Jahrzehnte verspricht; wir wären in Anbetracht seines hohen Alkohols vorsichtig und empfehlen, den Wein in den kommenden 7-10 Jahren zu trinken.
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Staglin Family Vineyard
Staglin Family Vineyards, ein Weingut, wie es typisch für das Napa-Valley kaum sein kann. Nirgendwo sonst auf der Welt finden Geld und Qualität auf ähnliche Weise zusammen, wie hier, im teuersten Weintal der Welt. Shari und Garen Staglin machten ihr Vermögen im Gesundheitswesen und der Informationsindustrie. 1985 verwirklichen sich die beiden den Traum des eigenen Weingutes, denn ein Bruch im Leben schien ihnen angebracht. Wer kann, der kann.
Am Rutherford Bench, einem tiefgründigen, perfekt drainierten Kieselstreifen am Westrand des Napa Valley, kaufen sie eine der besten Weinlagen des Tales, die 1965 vom legendären André Tchelistcheff gepflanzt worden war. Sie brachte seine berühmte Beaulieu Vineyard Georges de la Tour Private Reserve, einen der berühmtesten Weine des Napa Valley seinerzeit, hervor.
Mutter Shari geht die Sache seriös an. Sie absolviert die Weinbauschule und studiert Önologie. 1990 konvertiert sie den Weinberg zum zertifizierten Öko-Anbau (CCOF). Heute produziert sie auf der berühmten Lage, für deren Pflege David Abreu verantwortlich zeichnet, zusammen mit Winemaker Fredrik Johansson und Michel Rolland als Berater eine der großen Cabernet-Persönlichkeiten des Napa Valley. Samtig weich, opulent reif und saftig, spektakulär mächtig, dicht und von legendärer Haltbarkeit präsentiert sich Staglins großer Cabernet.
Seine enorme Konzentration bricht sich in tiefgründiger, mächtiger, samtig kraftvoller Statur Bahn, durchzogen von erdiger Würze, dem Duft schwarzer Oliven, Graphits, Zedernholzes und spannender Tee-Aromen, typisch für Rutherford Bench. Spontane Vergärung, schonende Verarbeitung in kleinen Gärtanks und konsequente ökologische Arbeit im Weinberg haben Staglins raren Öko-Cabernet berühmt gemacht. Ihr Weltklassewein zählt inzwischen zu den fünf, sechs besten Amerikas. Doch Staglins sind eine weit über den Wein hinaus engagierte Familie. Sie teilen ihre Freude am Leben mit jenen, denen das Schicksal hart mitspielte. In den Vereinigten Staaten spielt die Philanthropie reicher Menschen, die große Teile ihres Privatvermögens zu wohltätigen Zwecken einsetzen, eine wichtige und selbstverständliche Rolle. Wer hat, der gibt. So organisieren Staglins alljährlich eine legendäre Benefiz-Veranstaltung, die Millionenbeträge einbringt für Forschungen an Geisteskrankheiten aller Art. Sie benutzen ihren Wein dabei als wichtigen Kommunikator.
Die Rebe
Cabernet Sauvignon
Cabernet Sauvignon gilt heute allgemein als die Inkarnation guten Rotweines. Es ist die populärste aller roten Rebsorten und wird in praktisch jedem Land der Erde, in dem die Rebsorte ausreifen kann, auch angebaut. So wurde Cabernet Sauvignon zur dominanten Spitzenrebsorte der Welt.
Wie keine andere rote Rebsorte schmeckt Cabernet Sauvignon, egal wo er auf der Welt angebaut wird, stets unverkennbar nach Cabernet Sauvignon. Er ist also in Geschmack und Charakter weniger abhängig von Jahrgang, Herkunft und Machart als andere rote Rebsorten. Immer bringt er satte Konzentration an Gerbstoffen und Farbpigmenten auf die Zunge, immer steht ein kraftvolles, nach schwarzen Johannisbeeren, Zeder, Leder und dunkler Schokolade erinnerndes Bukett über dem Glas, das nur dann unangenehm in grüne Paprika und wenig attraktive unreife Aromen verfällt, wenn der Ertrag zu hoch und/oder das Klima so kühl war, daß die Trauben nicht physiologisch ausreifen konnten. Cabernet Sauvignon gedeiht als spätreifende Sorte also am besten in wärmeren Klimata, in denen er physiologisch ausreifen kann.
Ob seiner dicken Beerenschale und seiner vielen Kerne im Fruchtfleisch kann reinsortiger Cabernet Sauvignon, der nicht extrem sorgfältig mazeriert und ausgebaut wurde, ruppig, hart und uncharmant ausfallen. Seine Struktur ist ungewöhnlich potent und präsent, doch Gerbstoffe und Farbintensität alleine ergeben noch keinen großen Wein mit Fülle, Eleganz und Tiefe. Deswegen verschneidet man Cabernet Sauvignon in aller Welt mit anderen Rebsorten, wobei das klassische Bordeaux-Rezept das bekannteste und weitverbreitetste ist: Der spätreifende kernige, für Rückgrat und stoffigen Körper sorgende, stets etwas hart agierende Cabernet Sauvignon wird dabei mit dem um bis zu zwei Wochen früher reifenden, fruchtigen weil dünnschaligeren, aber etwas behäbigen Merlot verschnitten; Cabernet Franc verleiht der Cuvée raffinierte kühle Frische und rassige Duftigkeit und in geeigneten Jahrgängen besorgt die kleinbeerige, noch dickschaligere Petit Verdot prägnante Würze und zusätzliche Farbintensität. In der Toskana harmoniert die dortige Sangiovese verblüffend gut mit Cabernet Sauvignon und in der Provence, Südfrankreich und Australien hat sich Syrah als interessanter Partner des Cabernet Sauvignon bewährt.
Um seine natürlich hohe Konzentration an Phenolen, die während der Mazeration und Maischung den Beerenschalen und reichlich vorhandenen Fruchtkernen entzogen werden, zu zähmen, hat sich der Ausbau im kleinen Holzfaß für Cabernet Sauvignon als fast schon notwendige Voraussetzung für späteren Genuß etabliert. Durch bewußten Kontakt mit Sauerstoff während des Faßausbaus, der je nach Qualität und Reife des Weines bis zu 18 und mehr Monaten dauern kann, versucht man dabei die Polymerisation der Phenole/Gerbstoffe in feinere Bahnen zu lenken. Wie kaum eine andere rote Rebsorte belohnt großer Cabernet Sauvignon diese Faßreifung mit subtil komplexen Geschmacks- und Aromastoffen, die sich über viele Jahre der Reife zu einem delikaten Bukett entfalten, das in seiner Vielschichtigkeit und Tiefe einmalig ist. Aus einem deftigen, gerbstoffbetonten harten Burschen in der Jugend wird so mit den Jahren ein gediegener, edler Grandseigneur, der Finesse vor Kraft und Komplexität vor Wucht stellt.
In den letzten Jahren kommen speziell aus Kalifornien reinsortige Cabernet Sauvignons, die so sorgfältig gekeltert und verarbeitet wurden und so lange im Holzfaß auf der Hefe reifen konnten, daß sie unvergleichliches Weltklasseniveau erreichen, das den Weinen der alten Welt neue Maßstäbe vorgibt. Die enorme Popularität der Rebsorte sorgt so für ungewöhnliche Qualitätsdynamik in jenen Weinbergen der Welt, in denen Cabernet Sauvignon engagiert angebaut wird.
Um den Ursprung der Rebsorte ranken sich viele Märchen und Geschichten. 1997 ergab eine DNA-Analyse der berühmten Wein-Universität von Davis in Kalifornien, daß Cabernet Sauvignon mit größter Wahrscheinlichkeit eine Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc ist, was großes Erstaunen in der Fachwelt auslöste, bis heute aber unwidersprochen blieb. Tatsächlich tritt die Rebsorte nicht, wie immer wieder behauptet wird, schon im 16. Jahrhundert in Bordeaux offiziell in Erscheinung, sondern erst Ende des 18. Jahrhunderts, als im Médoc die ersten großen Weingüter entstehen. Nach der Reblauskatastrophe ist es die Merlot, die zusammen mit Cabernet Franc in Bordeaux maßgeblich angebaut wird. Erst in den 1980er Jahren nimmt die Rebfläche an Cabernet Sauvignon vor allem im Médoc enorm zu, in den späten 1990er Jahren kommt dann der Merlot wieder mehr ins Spiel. Der Klimawandel sorgt schließlich nach 2001 dafür, daß wieder dickschalige, später reifende Sorten wie Cabernet Sauvignon, Malbec, Petit Verdot und Cabernet Franc vermehrt angepflanzt werden.
Es sind also Geschmacksmoden aber auch klimatische Notwendigkeiten, die zu einem sich dynamisch verändernden Rebsortenspiegel führen im weltberühmten Bordeaux, mit dem Cabernet Sauvignon stets fast schon zwangsläufig in Verbindung gebracht wird, obwohl er dort nur äußerst selten reinsortig abgefüllt wird. Neue Maßstäbe für die Rebsorte werden heute eher in der neuen Welt, und dort vor allem in Washington State und Kalifornien, gesetzt, weniger in der alten Welt.
![]() | USA - Napa Valley |
![]() | Cabernet Sauvignon |
![]() | Langsam |
![]() | 6er Karton |
| Art-Nr. CAL05005 | |
| Inhalt 0.75l |














