• 07/08/2012
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Der liebste Spritz der Winzer: ‚Roundup‘

 

Roundup. Das meistverwendete Herbizid (=Unkrautvernichtungsmittel) in der Landwirtschaft auf der Welt. Roundup ist auch im deutschen Weinbau bei konventionell arbeitenden Winzern allgegenwärtig. Das Bild oben zeigt die typischen braunen „Brandspuren“ des Herbizids, die dadurch entstehen, daß in den besprühten Pflanzen der Mechanismus für die Stickstoffaufnahme unterbrochen wird, so daß sie absterben.

Bei Biobetrieben ist dieses in letzter Zeit umstrittene, von Industrie und Politik noch immer als ‚sicher’ bezeichnete Spritzmittel natürlich nicht im Einsatz.

 

In der Landwirtschaft wird Roundup seit 1974 ausgebracht. Die Bauern nutzen es als billiges Spritzmittel, das ihre Felder von Unkraut und zur anstehenden Aussaat konkurrierenden Pflanzen befreit (>siehe Stoppeleinsatz).

 

Roundup basiert auf dem Wirkstoff Glyphosat. Für diesen Wirkstoff entwickelte Monsanto in den 1990er Jahren gentechnisch veränderte Nutzpflanzen mit eingebauter Glyphosat-Toleranz, so daß Roundup flächendeckend in großem Umfang eingesetzt werden konnte (und mußte).

 

Monsantos Patente auf Glyphosat sind in den meisten Staaten mittlerweile abgelaufen. Heute kommt etwa die Hälfte aller Herbizide auf Glyphosat-Basis aus China. Neben Roundup gibt es Dutzende anderer glyphosathaltiger Herbizide auf dem Markt, u. a. Clinic, Touchdown oder GlyphoMAX, als Wirkstoff ist Glyphosat heute in über 130 Ländern zugelassen.

 

Roundup wirkt nicht über die Wurzel, sondern ausschließlich über die grünen Teile der Pflanze. Mit Roundup kann man in einem Arbeitsgang Unkraut bekämpfen und gleichzeitig einsäen, denn Glyphosate wirken nicht auf Keimung und Wuchs.

 

Im Weinbau wird Roundup für den Bereich unter und zwischen den Rebstöcken verwendet. Man erkennt seinen Einsatz unschwer an den verbrannten braunen Streifen entlang der Rebzeilen. Der Winzer entfernt damit ‚Unkraut’ und Wasserkonkurrenz zum Rebstock und hält so den Unterstockbereich chemisch ‚sauber’.

 

Typische Spuren des Roundup-Einsatzes….

Seit über 30 Jahren werden Breitbandherbizide auf der Basis von Glyphosat weltweit zur Unkrautbekämpfung eingesetzt. Im Vergleich mit anderen Herbiziden preist die Industrie dabei Glyphosat besonders an, weil es angeblich geringere Mobilität und Lebensdauer im Boden besitzt, biologisch abbaubar sei und sich eine geringere Toxizität gegenüber Tieren erwiesen habe.

 

Die ‚Wirkung von Glyphosat auf Nichtzielorganismen’ wurde unter anderem durch die EPA, die WHO, die EU und zahlreiche Wissenschaftler in vielen Ländern immer wieder untersucht; bei ordnungsgemäßer Anwendung , so deren wissenschaftlicher Konsens, seien keine Risiken für die Gesundheit festgestellt worden. Dagegen stehen Untersuchungen von Nichtregierungsorganisationen wie des Naturschutzbundes, von Greenpeace, Friends of the Earth und des inzwischen emeritierten Professors und Beauftragten für chemische Kriegsführung Don Huber, die bedenkliche Gesundheits- und Umweltrisiken feststellen. Sie werden, unter anderem auch auf der Homepage von Roundup, unrealistischer Dosierungen und Expositionsszenarien bezichtigt.

 

Konventionell bewirtschaftete Roundup-Reben.


Fakten zu Roundup/Glyphosat:

Man weiß heute, daß Glyphosat den katastrophalen Befall mit Wurzelpilzen (Fusarium) fördert. Fusarien sind eines der großen ungelösten Probleme der gesamten Landwirtschaft, deshalb auch des Weinbaus. Sie gehören weltweit zu den katastophalsten Schadpilzen in allen Arten von Getreide und Mais. Sie setzen Gifte frei, die ganze Ernten verderben können, weil sie giftige Stoffwechselprodukte, die sogenannten Mykotoxine, bilden, die im Erntegut feststellbar sind und die Gesundheit von Tier und Mensch ernsthaft gefährden können, weil sie sich als hoch karzinogen erwiesen (Leber- und Nierenkrebs etc.). Ganz abgesehen davon führen sie zu katastrophalen Ertragseinbußen, Qualitätsverlusten und sie vermindern die Keimfähigkeit des Saatgutes.

 

In Europa gibt es bislang nur wenige Untersuchungen dazu. In Amerika gibt es bei mit Glyphosat gespritztem genmanipulierten Weizen, Soja und Mais neuerdings unerklärliche katastrophale Ernteverluste. Dieses Thema ist hierzulande noch kaum bekannt, doch weisen wir in diesem Zusammenhang auf einen dramatisch klingenden Brief von Professor Don Burger an die amerikanischen Agrarbehörden hin (>Link). Es ist absehbar, daß das Problem der Fusarien bald auch international heftig diskutiert werden wird, denn es mehren sich nicht nur bei Getreide und Mais, sondern auch im gesamten Intensivanbau (Kaffee, Zitronen etc.) sowie im konventionellen Weinbau katastrophale Pilzerkrankungen. Die schwer zu bestimmende enorme Vielfalt der Fusarien stellt dabei ein großes Problem dar. Allein auf Mais kennt man heute schon 16 verschiedene Arten. Diese Vielfalt erschwert die Bekämpfung. Das Thema der Wechselwirkung von Fusarien und Mykotoxinen mit der Ausbringung von Glyphosat wird von der Industrie und den ihr willfährigen  Naturwissenschaftlern totgeschwiegen, von der Politik nicht erkannt und von der Wissenschaft vorerst noch stiefmütterlich behandelt. Wahrscheinlich muß erst schlimmeres passieren.

 

Glyphosat behindert auch die Ansammlung von Knöllchenbakterien, was negative Folgen für die Pflanzenverfügbarkeit von Mangan, Phosphor und Stickstoff hat. Dem begegnet man im konventionellen Weinbau durch systematische Düngung. Hochgradiger Schwachsinn, der nur mit der Inkompetenz der Winzer zu erklären ist. Eine derart aus der natürlichen Balance gebrachte Rebe ist geschwächt und für den Befall mit Schädlingen aller Art sehr viel disponierter, weshalb der konventionelle Winzer gleich mit dem nächsten Schädlingsbekämpfungsmittel anrückt.

 

Inzwischen findet man auch im Wein diverse Mykotoxine und das OIV in Paris hat dazu sogar Grenzwerte definiert, die leider noch nicht verbindlich sind.  Zwar sind im Wein Mykotoxine schwefelsensibel und fallen bei der Gärung teilweise aus, die Wechselwirkungen mit der Agrarchemie scheinen aber komplexer zu sein, als wir sie bis heute verstehen, so daß noch intensiv geforscht werden muß. Wir beschäftigen uns als Naturwissenschaftler intensiv mit diesem Thema, weil Mykotoxine zu den gefährlichsten Einflüssen auf unser Immunsystem gehören, das weiß man immerhin inzwischen, weshalb sie gerade uns, die wir uns mit maximal natürlich gemachten Weinen beschäftigen, besonders interessieren (müssen). An dieser Stelle also demnächst mehr zu diesem äußerst spannenden wie heiklen Thema.

 

Solche Reben können keinen guten Wein produzieren.

 

Immerhin weisen neueste Studien in vier verschiedenen Glyphosat-Mischungen eine toxische Wirkung auf menschliche Leberzellen nach. Insbesondere die in Roundup als Netzmittel beigefügten ethoxylierten Talgamine (POEA bzw. das berüchtigte Tallowamin) stehen in dringendem Verdacht, die toxische Wirkung anderer Inhaltsstoffe zu verstärken. Deshalb empfahl das deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Ende 2008 den Zulassungsinhabern von Roundup und allen Pflanzenschutzmitteln, in denen Tallowamin zur besseren Wirkung als Netzmittel beigefügt ist, bis Ende 2010 durch einen anderen Zusatzstoff zu ersetzen. Gegen diese Aufforderung legte Monsanto Widerspruch ein.

 

Aktuell:

Kürzlich berichtete Prof. Dr. Günter Neumann von der Universität in Hohenheim im ‚Informationsdienst Gentechnik‘ über Schäden wie das Baumsterben, den höheren Düngemitteleinsatz (siehe oben) und eine stärkere Verbreitung von Schadpilzen, die durch Glyphosat-Ausbringung induziert werden.

 

Er berichtet dort auch über plötzlich auftretende Anfälligkeiten für Krankheiten wie Viren oder Bakteriosen in brasilianischen Zitrusplantagen mit teilweise flächendeckendem Absterben der Bäume. Auch er erwähnt vermehrte Krankheitsanfälligkeiten bei Getreide und vermutet negative Langzeitwirkung im Boden, und er bestätigt, daß der Wirkstoff das Bodenleben negativ verändert und somit Schadpilze wie Fusarien stark begünstigt, wodurch die Aufnahme von lebenswichtigen Spurennährstoffen verschlechtert wird, weshalb mehr gedüngt werden muß – der übliche Teufelskreis. Prof. Neumann beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Auswirkungen von Glyphosat, das vor allen in Entwicklungsländern und den USA dort großflächig versprüht wird, wo gentechnisch veränderte Nutzpflanzen in großem Stil angebaut werden, die gegenüber dem Spritzmittel resistent sind.

 

Weine von solchen Reben führen wir nicht!

 

Für uns von K&U ist und bleibt Glyphosat/Round up also ein ganz heißes Thema.

Wir bearbeiten alle Winzer, denen wir begegnen (… und nicht nur unsere, die, bis auf wenige Ausnahmen im extremen Steillagenweinbau, kein Roundup einsetzen!), um sie für dieses Thema zu sensibilisieren. Glyphosat muß schnellstmöglich aus der Landwirtschaft verschwinden! Schauen doch auch Sie mal in die Weinberge der Winzer, deren Weine sie gerade kaufen! Lassen Sie sich erklären, wie dort der Pflanzenschutz aussieht und die Bodenbearbeitung! Fragen Sie dort, wo Sie Wein kaufen, ob der Verkäufer weiß, wie die Weine angebaut werden und ob dort Round up eingesetzt wird? Unsere Branche interessiert sich bislang kaum für dieses Thema, die meisten Händler dürften kaum en Detail wissen, wie die Reben für ihre Weine angebaut werden, ein trauriger Tatbestand.

 

Bedenken Sie bitte, daß viele der  berühmtesten Weine der Welt mittels konventionellen Weinbaus produziert werden, also unbeirrt mit großen Mengen von Round up im Weinberg entstehen, denn Glyphosat wirkt sicher und schnell. Daß so gut wie alle industriellen Großbetriebe das Mittel einsetzen versteht sich leider von selbst.

 

Darüber und über die Konsequenzen daraus wird nirgendwo geschrieben. Kein Weinfachjournalist der Welt hat dies bisher als Qualitätskriterium benannt bzw. erkannt. Für uns von K&U ist der Weinberg und seine Bewirtschaftung ein entscheidendes Qualitätskriterium, weshalb wir dieses Thema zum Thema machen. Wir kennen Weinberge (und haben sie photographisch dokumentiert) weltberühmter und entsprechend teurer Weine, egal wo auf der Welt, von denen würden wir keinen Tropfen freiwillig trinken, weil sie im Sinne der Produktionssicherheit für sichere Rendite so totgespritzt sind mit Herbiziden aber auch Botrytiziden, daß wir die Weinberge für skandalös und ihre Weine und Winzer für verlogene Heuchler halten – ganz einfach deshalb, weil von derart malträtierten Reben keine Spitzentrauben kommen können!

Heißer Tip dazu, der überzeugend wirkt: Gehen Sie zwei Wochen  vor der Lese durch die entsprechenden Weinberge und probieren Sie dort die Trauben, vergleichen Sie diese dann mit benachbarten biologisch angebauten Trauben seriöser Biowinzer. Ohne Worte, aber traurige Konklusio: All die vermeintlichen Spitzenweine aus konventionellem Weinbau werden erst im Keller zu dem aufgepimpt, was man uns hinterher als Spitzenwein verkaufen will. Das wird uns noch zum heißen Thema werden im kommenden Herbst. Versprochen!

 

All dies und noch viel mehr sind hieb- und stichfeste Argumente für unser Konzept ManuVin®, vom Weinberg auf die Flasche – es gibt keine Alternative zum Bioweinbau, allerdings muß auch er genau wissen, was er warum wie tut! Nur „Bio“ ist auch uns zu wenig.

Wir bleiben dran an diesem komplexen Thema und informieren Sie hier . . .

 

 

© Text/Bild K&U. Unter unseren Tipps rechts empfehlen wir Ihnen Weine, die garantiert ohne Glyphosat im Weinberg produziert wurden, wie fast alle Weine unseres Programms.

Unsere Tipps

2010

Corison Wines

Cabernet Sauvignon »Napa Valley«

79,90 €

2010

Au Bon Climat

Chardonnay »K&U-Sonderedition«

28,00 €

2012

Zehnthof Luckert

»Sulzfelder« Frühburgunder QbA

18,00 €

2013

Landbau Kraemer

Müller-Thurgau »Hasennestle«

9,00 €

2014

Zehnthof Luckert

Silvaner »Alte Reben«

13,50 €

2013

Christmann

Riesling »Gimmeldingen« Halbstück K&U

14,50 €

2014

Christmann

Riesling »Pfalz« (VDP.Gutswein)

10,80 €

2012

Weingut Wittmann

Silvaner »K&U-Sonderedition«

13,50 €

2014

Wagner-Stempel

Siefersheimer Silvaner (VDP.Ortswein)

16,40 €

ohne Jahr

Stéphane Tissot

Crémant du Jura »Extra Brut«

22,00 €

2012

Stéphane Tissot

Chardonnay »En Barberon«

28,00 €

Michael
11.Jul.2017
Hallo, Ich wohne an der schönen Mittelmosel und muss sagen, dass die alteingesessenen Winzer auf Roundup schwören. Es ist eine Farce. Gerade jetzt sieht man den Spritzhubschrauber über den Weinbergen kreisen, welcher großflächig Unmengen an Gift spritzt. Neben den Weinbergen befinden sich oft Radwege und Straßen. Auf diesen ist jeder dem Gift ausgesetzt. Da bringt auch ein kleines Warnschild "Hunschrauberspritzung" nicht viel. Was ich an diesem Artikel leider vermisst habe, ist, dass die Folgen von Glyphosat hinsichtlich auftretender Krankheiten in Form von Missbildungen bei Menschen, das Sterben von Säuglingen etc. nicht wirklich benannt werden. Der deutsche Konzern Bayer liefert tonnenweise Pestizide mit Glyphosat an Südamerikanische Länder, in denen unkontrolliert und abseits jeder Produktanweisung gespritzt wird, was das Zeug hält. Sei es auf Bananen- oder Kaffeeplantagen, auf Maisfeldern oder sonst noch wo. Leider ist die Lobby um die ganzen Chemieriesen zu stark, als dass sich die Politik gegen dieses Gift ausspricht. Hinzu kommt die Faulheit mancher/vieler Bauern und der Druck des Marktes, der höhere Mengen bei niedrigeren Preisen verlangt
Teja Albers
25.May.2016
Ich mache zur Zeit eine Radtour an der Mosel und muss zugeben das ich mir keine Gedanken um Glyposat im Wein gemacht habe. Was ich hier aber gesehen habe hat mich erschreckt. Vollkommen gedankenloser Einsatz von Round up. Selbst Grünflächen werden totgespritzt weil man einfach zu faul ist sie zu mähen. Wir witzeln schon darüber das in so mancher Kapelle, die am Wegesrand steht, der Heilige Monsanto verehrt wird. Ich habe angesichts der Schäden die ich gesehen habe die Entscheidung getroffen nur noch Bio Weine zu kaufen.
Weinbergkontraste | | Dreh mal um!
05.May.2016
[…] Boden Weinreben“ bei der Suchmaschine liefert einige interessante Artikel, u.a. diesen: www.weinhalle.de/blog/2012/08/round-up-verdammtes-herbizid-im-weinbau . Na dann – […]
Michael Teichmann
24.Mar.2016
Danke ! Ein Super-Artikel, der enorm über die Gefahren von Roundup aufklärt. Michael Teichmann
Dieter Ilg
24.Jul.2015
Die vom kommentierenden Vorgänger empfohlene website mit angeblich wissenschaftlicherem Hintergrund macht nur deutlich, daß Wissenschaft sich gerne abhängig macht von demjenigen, der Forschung finanziert. auf der homepage www.landwirtschaft-ja.de wird man schnell fündig und gelangt über Personensuchen schnell beim Wissenschaftlerkreis Grüne Gentechnik e.V. Hier finden sich erste Hinweise auf arbeitstechnische Verbindungen einzelner Wissenschafter zu Firmen wie Monsanto, Bayer, Schering etc. Sehr einfach gestrickt, das Ganze. In der Hinsicht kommt der aufmerksame Leser problemlos ins Grübeln und erinnert sich eines Zitats: "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast". Das lässt sich sicher auch auf das ein oder andere Gutachten beziehen. Weitere Hinweise und Informationen zu in der Wissenschaft arbeitenden Menschen finden sich z.B. auf www.gen-ethisches-netzwerk.de. Freundliche Grüße. Dieter Ilg
FS
28.Jan.2015
Die Themen Glyphosatanwendung in der Landwirtschaft, grüne Gentechnik, Massentierhaltung, ... Werden sehr kontrovers und emotional diskutiert. Sachliche, wissenschaftlich fundierte Argumente treten in den Hintergrund. Ängste werden geschürt. Hier mal zwei Links, die diese Thematik von der anderen Seite darlegt. http://www.landwirtschaft-ja.de/aktuell.htm http://www.agrarfakten.de
Rafael Lang
12.Sep.2014
Danke für diesen Beitrag! Im Anbaugebiet Bad Dürkheim wird regelmäßig alles gelb gespritzt, so dass es sich selbst aus dem Flugzeug gut beobachten lässt. Von vielen weiteren Spritzungen, dessen direkten Folgen sich nicht erkennen lassen ganz zu schweigen. Vor kurzen fuhr ich an einem Vollernter im Einsatz vorbei und vor mir auf der Straße fuhr ein Traktor mit tropfender Spitzeinrichtung auf der Straße. Solche Anblicke verderben nicht nur den Genuss an konventionellen Wein, es ist einfach traurig wie respektlos mit der Natur umgegangen wird. Jedoch kann ich viele Winzer verstehen die Angst vor Ernteausfällen haben und sich den Verfahren Ihrer Kollegen anschließen. Es reicht aus sich die hart verkrusteten Böden anzuschauen, um zu verstehen, dass die jetzigen Methoden zu massiven Problemen führen müssen.
Hallo Wach
27.Jun.2014
Moin moin, habe 4 Jahre an der Weinstraße zugebracht, und es wird da gespritzt, was das Zeug hält ! Aber nur dann, wenn es die Touries nicht sehen. Da ich kein Wein mag, ist mir das egal. Alles vom Tom s.o. stimmt
meylhofer
07.Apr.2014
Am Wochenende war in Bühlertal wieder einmal die "kulinarische Weinmesse". Nebenerwerbswinzer, die Mühe hatten bis 3 zu zählen, dafür aber umso mehr von ihren "Erzeugnissen" hinunter kippen können, haben sich wieder allgemeiner Selbstbeweihräucherung hingegeben. Da ja "Glyphosat nicht bedenklich" ist, wird davon viel konsumiert. Die Badener zwischen Offenburg & Karlsruhe schrecken dabei vor nix zurück. Sie bauen GVO-Mais an und spritzen was das Zeug hält - auch zu unzulässigen Zeiten. Meine Vorurteile gegenüber badischem Wein ("Von der Sonne verwöhnt") wurden hier wieder einmal bestätigt. Hier ein weiterer Link dazu.
Tom Krueger
21.Jun.2013
Bravo! Endlich kümmert sich mal jemand aus der "Weinbranche" um dieses unsägliche Thema. Da wir mitten im Intensivweinbau in Baden-Württemberg leben können wir ein Lied davon singen was für Unmengen von teilwweise hochgiftigen Stoffen hier jedes Jahr ausgebracht werden. Glyphosathaltige Mittel sind ja nicht das Einzige was hier gespritzt wird. In diesem Zusammenhang interessiert uns als Anwohner die Frage ob es eigentlich vernünftige Abstandsregelungen für den Pestizideinsatz in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern gibt. Wir sind hier leider noch in Unwissenheit über dieses Thema hergezogen und fühlen unsere Bedenken und Fragen von den Weinbauern (bis auf Ausnahmen) nicht ernstgenommen. Verfügen Sie hier zufällig über entsprechende Informationen? Wir wären sehr dankbar über einen Tipp. Mit freundlichen Grüßen Tom Krueger
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