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Blaufränkisch 'Kalk und Schiefer' 
2009

Blaufränkisch 'Kalk und Schiefer'

Hans und Anita Nittnaus ehrgeizig geführter Biobetrieb präsentiert mit 'Kalk und Schiefer' einen raffiniert kühl wirkenden Blaufränkisch neuer Generation. Finesse und Schliff, Mineralität und Frische stehen für den Paradigmenwechsel, der im Hause Nittnaus in den letzten so erfolgreich stattgefunden hat.<

Der Wein stammt, wie sein Name sagt, von Kalk- und Schieferhängen im Leithagebirge. Der etwas 'leichtere' Jahrgang spielt mit Finesse und es prägen ihn elegante Frucht, gute Farbintensität und eine spürbare Mineralität bei nur 12,5 % Vol. Alkohol. 15 Monate wurde er im 500 Liter Holzfass ausgebaut.

Hans Nittnaus geht es nicht um Wucht und Opulenz, sondern um Mineralität, Frische und Finesse.  Er nutzt die kalkigen Partien seiner Lagen für burgundisch inspirierte warme, pfeffrige Frucht und lange straffe Struktur im Mund. Die Schieferpartien verantworten die transparente Kühle und Frische, deren Eleganz und Duftigkeit an hochklassigen Burgunder erinnern. Ein Rotwein, der "anders" schmeckt als gewohnt und die Eigenständigkeit der neuen Rotweingeneration Österreichs bestätigt. Brillante Qualität von einem der Vordenker österreichischer Rotweinkultur. Ein exzellenter Begleiter von Rind, Wild und Lamm, aber auch als Solist garantiert er über die nächsten 10 Jahre profundes Weinvergnügen.

Anita & Hans Nittnaus

Hans Nittnaus, einer der Visionäre des österreichischen Weinbaus, tritt bescheiden auf, vermittelt profunde Kompetenz und ist ein kreativer Perfektionist, dem das Burgenland, ja ganz Österreich, viel verdankt. Während viele seiner Kollegen unbeirrt alle technischen Möglichkeiten nutzen, um mächtige, eindrucksvoll gemachte Weine zu produzieren, die ihnen Ruhm und Ehre garantieren, kommen für ihn derartige Manipulationsverfahren nicht in Frage. Statt der in Österreich noch immer favorisierten Betriebsstilistik zu huldigen, hat er sich weit vor allen und konsequent wie wenige der unverkennbaren Herkunfts- und Lagencharakteristik in seinen Weinen verschrieben. Sein Angebot hat er gestrafft, seine Cuvées klar und präzise profiliert und sich auf jene regionalen Rebsorten konzentriert, die seinen Vorstellungen von Terroirexpression entsprechen. Cabernet, Merlot und Pinot Noir, die ihm in der Vergangenheit internationales Renommee brachten, hat er zu stilistischen Cuvées zusammengefaßt. Sie zählen noch immer zu den großen im Österreichischen Weinzirkus, doch sein Herzblut gehört den neuen Qualitäten aus dem Leithagebirge. Dort hat sich Hans Nittnaus in den letzten Jahren zielstrebig neue Lagen gesucht. Am anderen Ufer des Neusiedler Sees verwirklicht er nun seine Suche nach Frische und raffinierter Expressivität, nach Eleganz und vor allem Mineralität. 2006 hat er sich zur Umstellung auf ökologischen und in Konsequenz auch biodynamischen Weinbau entschlossen.

Hans Nittnaus neue Rotweingeneration charakterisieren ausbalanciert saftige, fruchterfüllte Gerbstoffe, die frisch wirken im Mund und mit kühler Säure für Eleganz und frische Ausstrahlung sorgen. Sie besitzen mächtige Konzentration, setzen aber auf Finesse, statt auf alkoholische Kraft. Seine neuen Weißweine bringt er so schonend wie möglich auf den Weg. Es sind inspirierende Cuvées aus Weißburgunder, Chardonnay und Neuburger, die eine ganz eigene Melange aus Charme, Körper, Kraft und Frucht bieten. Hans Nittnaus hat seine Bestimmung gefunden. Ein sensibler Mensch mit einfühlsamen, manchmal sogar fast scheuen Weinen. Ein Höhepunkt in unserem Programm.

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Die Rebe

Blaufränkisch

Blaufränkisch, große Rebsorte des Österreichischen Burgenlands. Auf dem Weg an die internationale Spitze. In Deutschland als Lemberger außer von Württembergern kaum verstanden und geschätzt. In Österreich aufgestiegen zur meist angebauten roten Rebsorte des Landes, wo sie grundsätzlich anders schmeckt als deutscher Lemberger, was auf die klonalen Unterschiede des Rebmaterials zurückzuführen ist. Im Friaul bekannt als Frankonia, in Ungarn Kekfrankos.

Blaufränkisch treibt früh aus, ist also spätfrostgefährdet. Er reift aber zugleich auch so spät, daß er nur in warmen Regionen qualitativ hochwertig gelingt. Und weil er zu Produktivität neigt, müssen seine Erträge durch weinbauliche Maßnahmen gezielt gezügelt werden. Wenn man ihn aber im Weinberg im Griff hat und auf die Manipulationen moderner Kellerwirtschaft verzichtet, bringt Blaufränkisch  herrlich charaktervolle Rotweine hervor. Dann kann er, stilistisch zwischen hochkarätiger Nordrhône-Syrah und gutem Burgunder Pinot Noir angesiedelt, bemerkenswert vielschichtige, aromatisch feine aber komplexe, mit pikant agierender Säure ausgestattete Rotweine bewundernswert eigenständiger Stilistik liefern, die in trinkfreudiger Frische und blauschwarzer Farbtiefe unverwechselbar geschmeidige Gerbstoffe von seidiger Dichte auf die Zuge bringen, und das mit einer Rasse und Klasse in Stil und Qualität, die weltweit ihresgleichen sucht.

Im österreichischen Burgenland widmen sich ein paar ambitionierte Winzer der Rebsorte mit Können und besonderem Engagement. Sie verzichten bewußt auf die dort übliche Mostkonzentration und den kosmetischen Einsatz neuen Holzes, weil sie den Herkunftscharakter, die aromatische Feinheit und die strukturelle Komplexität des Blaufränkisch in den Vordergrund ihrer Arbeit stellen, und nicht die künstliche Kraft der Konzentration oder den Populismus des Alkohols und seiner ermüdenden Süße suchen. Sie verarbeiten gesunde Trauben so schonend wie möglich; sie vergären spontan und bauen sensibel in größeren Holzfässern aus, sie behandeln den Wein so natürlich wie möglich und orientieren sich am pH-Wert als dem Schlüssel für Mikrobiologie und Bekömmlichkeit. Sie sorgen so für faszinierende regionale Identität, die jedem einzelnen ihrer Weine das unverwechselbare Profil seiner Herkunft verleiht. Sie meiden plakative Stilistik und überlassen ihre Weine mutig dem Spiel der Jahrgänge, die wie bei Pinot Noir sehr unterschiedlich ausfallen. Sie wagen ursprünglichen Charakter in jedem ihrer Weine und zelebrieren Blaufränkisch als eine der großen roten Rebsorten der Weinwelt.

Lange Zeit dachte man, Blaufränkisch wäre mit Gamay oder Mondeuse verwandt, vermutlich, weil die alte, eigenständige Rebsorte viel zu lange mit viel zu hohen Erträgen beaufschlagt und im Keller falsch behandelt wurde. Im Burgenland wird Blaufränkisch auf über 3000 ha rund um den Neusiedlersee angebaut. Sie wird dort überwiegend reinsortig gekeltert, doch gibt es auch Cuvées mit Cabernet Sauvignon, Merlot, Zweigelt, Syrah, Pinot Noir und anderen Rebsorten, die es aber nur selten schaffen, aus der Monotonie dicker, mollig weicher, fetter, zwar eindrucksvoll dimensionierter, aber uniform und konturenlos wirkender Monsterweine plakativ internationaler Stilistik auszubrechen. Die stilistische Interpretation der Rebsorte Blaufränkisch ist im Burgenland zum Politikum und Streitobjekt ideologischer Stilistik-Lager geworden, die sich bipolar entgegenstehen: Auf der einen Seite stehen die überaus erfolgreichen dicken, alkoholisch fetten Rotweine internationaler Prägung mit Süße, opulenter Aromatik, weicher Säure und dichtem Gerbstoffgerüst; auf der anderen Seite die Puristen mit eleganten, von feiner Säure geprägten delikaten Weinen natürlicher Expressivität und ungekünstelter Regionalstilistik.

Wir beziehen kompromißlos unideologisch aber qualitativ eindeutig Stellung: Wir bieten Ihnen ausschließlich seriöse Blaufränkisch an, denen nicht mit dem Konzentrator und entsprechend notwendigen Korrekturen im Keller zu Geschmack verholfen wurde. Unsere Weine entstammen seriösem Weinbau und beweisen Herkunft mit Identität und Charakter im Glas. Nur sie stehen unserer Meinung nach für das Potential der spannend anspruchsvollen Rebsorte, das es in diesen bemerkenswert puren Weinen neu zu entdecken gilt. Sie fokussieren Weltklasseniveau in mutig eigenständigem Geschmacksparadigma, das populistisch bequeme Breite im Mundgefühl durch mineralisch frische Länge ersetzt.


 

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je Flasche à 0.75l / 16,67 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Österreich - Burgenland
rotBlaufränkisch
Langsam
6er Karton
Art-Nr. OEW09420
Inhalt 0.75l
Alkohol: 12,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: 2016+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Biodynamisch
Ausbau: Holzfaß > 300 l
Boden: Schiefer
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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